7 beliebte Aussagen über Kokosöl und was wirklich dran ist

1. Kokosöl ist besonders gesund, da es viel Laurinsäure enthält
¥ Ja! Das stimmt, Laurinsäure ist tatsächlich der Hauptbestandteil des Kokosöls (ca. 42-55%), und es ist für eine gesunde Ernährung sehr gut geeignet. Laurinsäure trägt zur Erhöhung des “Guten Cholesterinspiegels” bei, hat antimikrobielle Wirkung und ist als mittelkettige Fettsäure leicht verdaulich.

2. Kokosöl muss man vermeiden, da es viel gesättigte Fettsäuren enthält. Diese verursachen Blutverfettung und Herzprobleme.
¥ Nein! Es ist zwar richtig, dass Kokosöl hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren besteht (über 90%). Aber es stimmt nicht, dass man von Kokosöl Herzprobleme oder schlechte Blutfettwerte bekommt. Früher wurde sehr viel Propaganda gegen gesättigte Fettsäuren gemacht, und es wurde nicht genauer differenziert welche Sorten von gesättigten Fettsäuren welche Auswirkungen haben. Neue Forschung stellt dies richtig. Der Körper benötigt alle Arten von Fettsäuren, gesättigte, ungesättigte wie auch mehrfach ungesättigte. Speziell die Fettsäuren im Kokosöl tragen zum “guten Cholesterinspiegel” bei. Daher leistet Kokosöl einen Beitrag zur Vermeidung von Herzproblemen.

3. Kokosöl wirkt gegen Alzheimer, Krebs und Epilepsie
¥ Ja, aber nur wenn man seine Ernährung komplett umstellt. Man kann sich nicht vor diesen schweren Erkrankungen schützen indem man Kokosöl in seine normale Ernährung aufnimmt. Aber wenn man seine ganze Ernährung auf eine sogenannte ketogene Diät umstellt, ein Ernährungsplan der auf Fetten als Energielieferanten basiert, kann man solche schweren Krankheiten bekämpfen. Es gibt Berichte über Erfolge bei dieser Therapie. Kokosöl ist sehr gut geeignet, eine ketogene Diät damit durchzuführen. Die mittelkettigen Fettsäuren des Kokosöls liefern mehr Energie und werden einfacher aufgenommen als andere Fette. Es gibt noch nicht ausreichend wissenschaftliche Belege um die zuverlässige Wirkung zweifelsfrei zu beweisen, aber das bedeutet nicht, dass es die Wirkung nicht gibt.

4. Kokosöl enthält große Mengen vieler wichtiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
¥ Nein! Kokosöl enthält zwar gewisse Mengen an Eisen, Kalzium, Vitamin E und Vitamin K. Als Vitaminlieferanten eignen sich frisches Obst und Gemüse aber besser. Man kann unseriöse Informationsquellen sehr einfach daran erkennen, dass sie Kokosöl als “besonders reich an vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen” beschreiben. Aber auch ohne diese Nährstoffe ist Kokosöl überaus gesund, lecker, und vielseitig einsetzbar!

5. Kokosöl pflegt und repariert Haare
¥ Ja! Man kann mit Kokosöl Haare sehr gut pflegen. Das Öl dringt gut in die Haarwurzeln ein, und kann Feuchtigkeit in den Haaren sehr gut einschließen. Dadurch wird das Haar geschützt, gepflegt und erhält einen seidigen Glanz.

6. Kokosöl spendet der Haut Feuchtigkeit
¥ Ja und Nein! Kokosöl ist für die Hautpflege sehr gut geeignet, allerdings muss man es richtig anwenden. Als reines Fett kann es eine austrocknende Wirkung auf die Haut haben wenn es auf die trockene Haut aufgetragen wird. Wenn man es aber z.B. nach der Dusche aufträgt, wenn die Haut nach dem Abtrocknen noch leicht feucht ist, kann das Kokosöl gemeinsam mit der Feuchtigkeit in die Haut einziehen und dadurch eine sehr gute Feuchtigkeitspflege bieten.

7. Kokosöl hat eine Heilwirkung
¥ Ja! Kokosöl hat eine antimikrobielle Wirkung bei der innerlichen und äußerlichen Anwendung. Die Fettsäuren im Kokosöl haben die Fähigkeit, die Zellwände von Viren, Bakterien und Pilzen zu durchdringen und wirken so gegen Krankheitserreger. Das Kokosöl kann man mit der Nahrung aufnehmen und damit einen Beitrag zur Gesundheit leisten. Außerdem können oberflächliche Hautverletzungen bei der Heilung optimal unterstützt werden. Krankheitserreger werden von der Verletzung ferngehalten, und gleichzeitig versorgt Kokosöl die Haut mit wichtigen Aufbaustoffen.