Düngemittelverordnung: Wie funktioniert die Zulassung neuer Düngemittel?

Landwirtschaft

Die Düngemittelverordnung legt fest, wie welche Düngemittel einzusetzen sind und welche die Umwelt zu stark gefährden. Diese Liste kann natürlich immer um neue Düngemittel erweitert werden, sofern sie den Anforderungen entsprechen. Zuvor muss der neue Stoff natürlich bestimmten Anforderungen genügen, um zugelassen zu werden. Welche das sind, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

  • Herstellung: Als Ausgangsstoffe dürfen nur solche genutzt werden, die weder Mensch, noch Tier und Umwelt schädigen und den Naturhaushalt nicht gefährden. Zudem muss der Stoff einen pflanzenbaulichen oder produktionstechnischen Nutzen haben und die Fruchtbarkeit des Bodens fördern.
  • Mineralische und organische Stoffe dürfen nur genutzt werden, wenn ihre Bestandteile gemäß der Düngemittelverordnung erlaubt sind. Aufbereitungsmittel und Fremdbestandteile unterliegen ebenfalls strengen Regelungen.
  • Unzulässige Stoffe: Düngemittel dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden, wenn sie zu viel Stickstoff, Phosphat, Kaliumoxid, Schwefel, Kupfer, Zink oder basisch wirksame Bestandteile enthalten. Genaue Werte können der Düngemittelverordnung entnommen werden.
  • Nach dem Inverkehrbringen: Natürlich können Düngemittel, die den Normen entsprechen, nicht ohne weitere Meldung genutzt werden. Innerhalb von drei Wochen nach dem Inverkehrbringen muss das Düngemittel der zuständigen Stelle melden und dabei folgende Informationen bereitstellen: Die Art und Zusammensetzung des Stoffes, den Forschungs- oder Versuchszweck, Informationen über den Hersteller und den Abnehmer, die geographische Lage des Anwendungsgebietes und die Menge des Stoffes, die in den Verkehr gebracht werden soll.

Es mag nicht der einfachste Prozess sein, ein Düngemittel zuzulassen und in den Verkehr zu bringen, doch in Anbetracht der Einflüsse, die es auf Mensch, Tier und Umwelt haben kann, sind die Hürden absolut sinnvoll und angemessen.