Erodieren: Gut zu wissen

Erodieren

Dank moderner Maschinen und Fertigungsprozesse ist die Herstellung präzise zugeschnittener Werkteile immer einfacher geworden. Eines der dafür genutzten Verfahren ist das Erodieren, bei dem Teile des leitenden Werkstoffes erhitzt und abgetragen werden. Hier finden Sie einige wichtige Informationen zu dem Thema.

Funkenerosion: Wie funktioniert das überhaupt?

Der leitende Werkstoff befindet sich in einem nichtleitenden, flüssigen Medium. Normalerweise werden dafür deionisiertes Wasser oder spezielles Erosionsöl genutzt. Das Elektrodenwerkzeug ist positiv geladen, während der Werkstoff negativ geladen ist. Diese Elektroden bestehen häufig aus Kuper oder Messing, aber Materialien wie Wolfram oder Hartmetall werden immer beliebter.

Sobald sich die Elektrode dem Werkstoff nähert, kollidieren die Ionen und verursachen einen Funken, der den Werkstoff zum Schmelzen bringt. Dieses überflüssige Material wird von alleine durch eine implodierende Gasblase herausgespült.

Wie hat sich diese Technik entwickelt?

Bereits 1770 entdeckte ein englischer Wissenschaftler, dass elektrische Entladungen zu Erosionen führten, doch diese Erkenntnis wurde erst sehr viel später zum Anlass von Nachforschungen. Eigentlich sollte genau diese Eigenschaft beseitigt werden, da sie dazu führte, dass elektrische Kontakte schnell abnutzten, doch die zuständigen Wissenschaftler überlegten sich, diesen Prozess für etwas Sinnvolles zu nutzen.

Erst Mitte des 20. Jahrhunderts erprobten Wissenschaftler die Technik der Funkenerosion, bis 1955 die erste Maschine vorgestellt werden konnte. Die modernen Maschinen basieren immer noch auf dem gleichen, unkomplizierten Prinzip, sind aber so optimiert, dass sie noch weniger Arbeit verursachen.

Vor- und Nachteile

Funkenerosion hat den Vorteil, dass damit sogar extrem harte Werkstoffe verarbeitet werden können. Außerdem lassen sich damit sehr feine Schnitt durchführen.
Allerdings ist diese Fertigungstechnik sehr kostenintensiv und gleichzeitig langsam. Sobald die Werkstoffe nicht mehr leitend sind, funktioniert diese Technik nicht mehr.

Die Funkenerosion ist heutzutage aus der Fertigungstechnik nicht mehr wegzudenken. Viele Anbieter bieten dieses Verfahren an, setzen aber gleichzeitig auf mechanische Fertigungsmethoden.